Armin Unterholzner
University of Innsbruck, History, Graduate Student
In letzter Zeit hört man immer wieder, dass Männer aufgrund ihrer verletzten Ehre morden, um sich an den Personen zu rächen, die sie verletzt haben. Doch nicht nur heutzutage gibt es solche Fälle der verletzten Männerehre, sondern auch... more
In letzter Zeit hört man immer wieder, dass Männer aufgrund ihrer verletzten Ehre morden, um sich
an den Personen zu rächen, die sie verletzt haben. Doch nicht nur heutzutage gibt es solche Fälle der
verletzten Männerehre, sondern auch in der frühen Neuzeit gab es, sogar noch häufiger, solche
Angelegenheiten. Denn damals war die Ehre für jeden ein wertvolles Gut, das man schnell gewinnen,
aber auch noch schneller wieder verlieren konnte. Der Fall von Ehrverlust variierte allerdings von der
Art der Verletzung und von der Angehörigkeit des Standes. So konnte zum Beispiel ein Bäcker, der in
einer Stadt die besten und größten Brote herstellte und deshalb auch eine sehr große Ehre hatte, sie
sehr schnell verlieren, indem er nur ein paar Mal kleinere Brote für den gleichen Preis anbot. Dann
wird es sehr schwer die verlorene Ehre wiederherzustellen. Es gab bestimmte Regeln bei der
Wiederherstellung der Ehre, so konnte ein Adeliger, der zum Beispiel von einem Bauer beleidigt
wurde, ihn nicht so einfach zu einem Duell herausfordern, da dieser aus einem niederen Stand
kommt als er selbst.
In dieser Seminararbeit werde ich zuerst kurz darauf eingehen, was die Männerehre in den Ständen
der frühen Neuzeit bedeutete, auch wie man sie generell verlieren konnte und wie man sie
wiederherstellen konnte. Mit der Männerehre im Stand des Klerus fahre ich fort, werde mich dabei
speziell mit den Priestern und ihrer Vorstellung von Ehre beschäftigen. Daraufhin gehe ich auf die
Männerehre im Stand des Adels ein, wie sie sich im Laufe der frühen Neuzeit änderte und wie sie sie
Wiederherstellen konnten. Um nicht nur in Europa zu bleiben, gehe ich im fünften Teil meiner Arbeit
auf die Männerehre des Adels im alten Japan, den Samurai, ein. Die Samurai hatten eine besondere
und wichtige Einstellung zum Thema Ehre. Danach werde ich noch kurz die Männerehre im gemeinen
Stand, dem Großteil der Bevölkerung im Europa der frühen Neuzeit beschreiben, da die Menschen
auch dort ihre Ehre leicht verlieren und nur schwer wiedergewinnen konnten. Abschließend werde
ich Ihnen meine Sicht über die Männerehre in der frühen Neuzeit vermitteln und über die Parallelen
zu heutigen Ehrkonflikten berichten.
Die Quellenlage zu diesem Thema ist sehr schlecht, da in der frühen Neuzeit selten über die verletzte
Männerehre berichtet wurde. Meistens sind die Vorhandenen Quellen nicht sehr aufschlussreich und
zielführend, zudem bezieht sich die meiste Literatur auf die gegenwertige Männerehre und nicht auf
die Männerehre in der frühen Neuzeit.
an den Personen zu rächen, die sie verletzt haben. Doch nicht nur heutzutage gibt es solche Fälle der
verletzten Männerehre, sondern auch in der frühen Neuzeit gab es, sogar noch häufiger, solche
Angelegenheiten. Denn damals war die Ehre für jeden ein wertvolles Gut, das man schnell gewinnen,
aber auch noch schneller wieder verlieren konnte. Der Fall von Ehrverlust variierte allerdings von der
Art der Verletzung und von der Angehörigkeit des Standes. So konnte zum Beispiel ein Bäcker, der in
einer Stadt die besten und größten Brote herstellte und deshalb auch eine sehr große Ehre hatte, sie
sehr schnell verlieren, indem er nur ein paar Mal kleinere Brote für den gleichen Preis anbot. Dann
wird es sehr schwer die verlorene Ehre wiederherzustellen. Es gab bestimmte Regeln bei der
Wiederherstellung der Ehre, so konnte ein Adeliger, der zum Beispiel von einem Bauer beleidigt
wurde, ihn nicht so einfach zu einem Duell herausfordern, da dieser aus einem niederen Stand
kommt als er selbst.
In dieser Seminararbeit werde ich zuerst kurz darauf eingehen, was die Männerehre in den Ständen
der frühen Neuzeit bedeutete, auch wie man sie generell verlieren konnte und wie man sie
wiederherstellen konnte. Mit der Männerehre im Stand des Klerus fahre ich fort, werde mich dabei
speziell mit den Priestern und ihrer Vorstellung von Ehre beschäftigen. Daraufhin gehe ich auf die
Männerehre im Stand des Adels ein, wie sie sich im Laufe der frühen Neuzeit änderte und wie sie sie
Wiederherstellen konnten. Um nicht nur in Europa zu bleiben, gehe ich im fünften Teil meiner Arbeit
auf die Männerehre des Adels im alten Japan, den Samurai, ein. Die Samurai hatten eine besondere
und wichtige Einstellung zum Thema Ehre. Danach werde ich noch kurz die Männerehre im gemeinen
Stand, dem Großteil der Bevölkerung im Europa der frühen Neuzeit beschreiben, da die Menschen
auch dort ihre Ehre leicht verlieren und nur schwer wiedergewinnen konnten. Abschließend werde
ich Ihnen meine Sicht über die Männerehre in der frühen Neuzeit vermitteln und über die Parallelen
zu heutigen Ehrkonflikten berichten.
Die Quellenlage zu diesem Thema ist sehr schlecht, da in der frühen Neuzeit selten über die verletzte
Männerehre berichtet wurde. Meistens sind die Vorhandenen Quellen nicht sehr aufschlussreich und
zielführend, zudem bezieht sich die meiste Literatur auf die gegenwertige Männerehre und nicht auf
die Männerehre in der frühen Neuzeit.
Research Interests:
Die Taten des großen Sklavenführers, Spartacus, mögen zwar schon viele Jahrhunderte zurückliegen, sie gerieten jedoch nie in Vergessenheit und sind heute noch von großer Bedeutung. So ließ schon Karl Marx, in einen Brief an seinen Freund... more
Die Taten des großen Sklavenführers, Spartacus, mögen zwar schon viele Jahrhunderte zurückliegen, sie gerieten jedoch nie in Vergessenheit und sind heute noch von großer Bedeutung. So ließ schon Karl Marx, in einen Brief an seinen Freund Friedrich Engels, die Taten des Spartacus wiederaufleben, indem er ihn mit Giuseppe Garibaldi verglich:
„Spartacus erscheint als der famoseste Kerl, den die ganze Antike Geschichte aufzuweisen hat. Großer General (kein Garibaldi), nobler Charakter, real repräsentative des antiken Proletariats.“
Durch diese Bürgschaft von Marx wurde Spartacus vom edlen Anführer der Unterdrückten im Kampf gegen die Unterdrücker, zum mitreisenden Agitator des Proletariats im Kampf gegen die kapitalistische Ausbeutung. Doch nicht nur Marx griff auf die alten Geschichten des Thrakers zurück, sondern auch die sowjetischen Anführer, Vladimir Lenin und Josef Stalin, griffen die Freiheitsbestrebungen des Spartacus und seiner Gefolgsleute wieder auf. In Lenins Schrift „Über den Staat“ von 1930 wurde Spartacus in höchsten Tönen gelobt. Auch sein Nachfolger, Josef Stalin, erkannte die Größe dieses historischen Ereignisses und beauftragte deshalb Mišulin ein Werk über den Sklavenführer zu schreiben. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden seine Taten in vielen Filmen immer wieder aufgegriffen, zudem entstand 2010 sogar eine TV-Serie über Spartacus.
In dieser Seminararbeit werde ich kurz über andere Sklavenaufstände, die vor dem Spartacusaufstand stattfanden, berichten. Anschließend gehe ich auf die Person des Spartacus ein auf seine Herkunft und wie es ihm gelang zum Anführer des Aufstandes wurde. Des Weiteren werde ich mich im Letzten Teil meiner Arbeit voll und ganz dem Verlauf des Spartacusaufstandes, vom Ausbruch aus der Gladiatorenschule in Capua, bis zum Ende auf den Schlachtfeldern in Lukanien widmen.
Die antiken Literarischen Quellen sind sehr kritisch zu betrachten, da die Schriften der Historiographen Titus Livius und Appian oft voneinander abweichen und häufig übertrieben sind. Die Bücher die ich verwendete sind leider nicht sehr aktuell, da sie erst um 1980 herausgegeben wurden.
„Spartacus erscheint als der famoseste Kerl, den die ganze Antike Geschichte aufzuweisen hat. Großer General (kein Garibaldi), nobler Charakter, real repräsentative des antiken Proletariats.“
Durch diese Bürgschaft von Marx wurde Spartacus vom edlen Anführer der Unterdrückten im Kampf gegen die Unterdrücker, zum mitreisenden Agitator des Proletariats im Kampf gegen die kapitalistische Ausbeutung. Doch nicht nur Marx griff auf die alten Geschichten des Thrakers zurück, sondern auch die sowjetischen Anführer, Vladimir Lenin und Josef Stalin, griffen die Freiheitsbestrebungen des Spartacus und seiner Gefolgsleute wieder auf. In Lenins Schrift „Über den Staat“ von 1930 wurde Spartacus in höchsten Tönen gelobt. Auch sein Nachfolger, Josef Stalin, erkannte die Größe dieses historischen Ereignisses und beauftragte deshalb Mišulin ein Werk über den Sklavenführer zu schreiben. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden seine Taten in vielen Filmen immer wieder aufgegriffen, zudem entstand 2010 sogar eine TV-Serie über Spartacus.
In dieser Seminararbeit werde ich kurz über andere Sklavenaufstände, die vor dem Spartacusaufstand stattfanden, berichten. Anschließend gehe ich auf die Person des Spartacus ein auf seine Herkunft und wie es ihm gelang zum Anführer des Aufstandes wurde. Des Weiteren werde ich mich im Letzten Teil meiner Arbeit voll und ganz dem Verlauf des Spartacusaufstandes, vom Ausbruch aus der Gladiatorenschule in Capua, bis zum Ende auf den Schlachtfeldern in Lukanien widmen.
Die antiken Literarischen Quellen sind sehr kritisch zu betrachten, da die Schriften der Historiographen Titus Livius und Appian oft voneinander abweichen und häufig übertrieben sind. Die Bücher die ich verwendete sind leider nicht sehr aktuell, da sie erst um 1980 herausgegeben wurden.
